“Johanna II”

“Johanna II”

ausgetrickst und eingenommen

Plakat-aktion des archfem, Innsbruck, 2006

Sujet, Idee, Foto, Layout der Zeitung des Plakats “Päpstin”: Monika K. Zanolin.
Zeitungsartikel über die erste Tiroler Päpstin Joahanna II: Petra Nachbaur.


“ausgetrickst und eingenommen” Plakat-Aktion des archfem mit insgesamt vier A 0 Plakate, die auf Wahlplakatständern “der Grünen” in Innsbruck verteilt, für Verwirrung sorgten.




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Text der Titelseite

Die Neue Tiroler Tagesanzeigerin

unabhängige tageszeitung am Inn wwww.TZ.USE, Preis USE* €10, /extra USE €20, 123. Jahrgang-Nummer 93-IA, Dienstag, 24. April 2068

Johanna II: Kirche gibt Vermögen auf !

Knalleffekt beim „Urbi et Orbi“ der Tiroler Päpstin

Jasmin Asamoah, seit Jahresbeginn als Johanna II im Amt, hat am Sonntag ihren ersten Ostersegen gesprochen. Wie Weihnachten aussehen wird, ist aus heutiger Sicht unvorstellbar: Päpstin Johanna hat „Umverteilung“ als das Gebot der Stunde bezeichnet und angekündigt, das gesamte Vermögen der katholischen Kirche aufzulösen.
ROM (TT). Eine knappe Million Menschen aus aller Welt versammelte sich am Osterwochenende am Petersplatz. Die junge Hauptstadt der USE, Sitz der Regierung um Präsidentin Push, hatte entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Im hohen Klerus, der die Messe zelebrierte, war auch Altpäpstin Petra I, die nach ihrer demokratischen Reform der MaPa-Wahl abgedankt und den Weg für Erneuerung freigemacht hatte. In ihrer Predigt rief Johanna I, das erste vom Kirchenvolk gewählte Oberhaupt der katholischen Kirche, die Herrschenden der drei großen Weltblöcke zu friedlicher Kooperation auf. Die Politik müsse mehr dazu beitragen, Ungerechtigkeit zu beseitigen und die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich aufzuheben.Konkret mahnte die Päpstin eine Regulierung der Wirtschaft ein.
p. Einführung einer Grundsicherung
Und weiter: Die Einführung einer Grundsicherung „für alle menschlichen Wesen ungeachtet jedweder Merkmale“ wäre „ein würdiger Nachhall der Erlösung durch den auferstandenen Gott“. Um Vorbild zu sein, werde die katholische Kirche ihre Besitztümer aufgeben und komplett in den Fonds „Basilika der Basis“ fließen lassen. Johanna II sprach den traditionellen Ostersegen auf Lateinisch und in den fünf großen Weltsprachen, Grußworte richtete sie auch an die Gläubigen der befreundeten Weltreligionen und nach Ghana, wo sie zuletzt als Erzbischöfin von Tamale wirkte.
Aus ihrer Heimat Tirol waren zahlreiche Christinnen und Christen nach Rom aufgebrochen, um mit „ihrer“ Päpstin den Gottesdienst zu feiern, darunter auch unerwartet viele ProtestantInnen. Aus Hochachtung und um unserer Freude Ausdruck zu verleihen“, so Andy Dischke von der Plattform „Neu-68er“. Ebenfalls aus Tirol angereist war die Gruppierung um Volksbündler Herbert Furtschlager. Einige Dutzend Männer haben während der Zeremonie Kopftücher übergestreift: „Wir machen deutlich, was für eine narrische und verkehrte Welt das ist“, so Bertram A. zu den TT. Das Tschador-Imitat ist auch als Anspielung an die Ehe von Johanna II mit einer Muslima zu betrachten. Fundamentalistische Störfeuer sind eine kontinuierliche Begleiterscheinung der letzten Jahrzehnte, seit Benedikt XVI in der sogenannten Frauenenzyklika „Tandem Participatio“ die Priesterinnenweihe ermöglicht und dami die radikalen Umwälzungen innerhalb der katholischen Kirche eingeleitet hat. Die Kirchenaustritte im Lager der Konservativen sind eine marginale Erscheinung gegenüber der weltweiten Welle an Wiedereintritten und Konversionen seit der Amtszeit von Petra I.(pen)
Päpstlicher als der Papst?
Die spektakuläre Ankündigung von Johanna II, den Besitz der katholischen Kirche auflösen zu wollen, stößt auf Kritik: „Man braucht nicht päpstlicher zu sein als der Papst“, kommentiert Innsbrucks Diözesanbischof Fritz Kern Johannas Ansage. „Der Glanz der Kirche“ habe immer „einzig der Verehrung Gottes gedient“. Scharfe Worte kommen aus Wien: Erzbischöfin Marlene Stribersky spricht von „reinem Populismus“, der klar zeige, dass das von Johannas VorgängerIn eingeführte basisdemokratische MaPa-Wahlverfahren „ein gravierender Fehler“ war. Nicht äußern wollte sich Professor Kwame Asamoah, emeritierter Theologe der Uni Innsbruck, zu den Plänen seiner Enkelin. Seite 3

Aktuell
60 Jahre Tiroler Frauenhaus.
Zum Gedenken an den Volksaufstand vor 60 Jahren anlässlich der Schliessung des Tiroler Frauenhauses durch die damals ÖVP – dominierte Regierung, findet heute ein grosser Festakt im Schloss Amrass statt.
2006 verbarrikadierten sich 33 von Männergewalt betroffene Frauen mit ihren Kindern und knappe 6000 SympathisantInnen in den noblen Hallen des Schlosses. Seite 2

Innsbruck
Organisierte Abzocke?
Bürgermeisterin Brunhilde Ruckzachs Parkgebühreneinführung für Fahrräder löste Empörung und kollektive Parkscheinverweigerungen am Bahnhof aus. Schlepp-Sepp verdient pro abgeschlepptes Radl bis zu € 320! Linz löste das Parkproblem schon 2004 mit kostenfreiem Abstellen in der Bahnhofstiefgarage. Ruckzach bleibt hart und verweist auf die handlichen Kofferradeln. Seite 24


USE* (United States of Europe)