Kategorie: allgemein
Lady Bingley
Ferienwohnungen Schwarzenberg 960
2024, August, Bregenzerwald
Innen- und Außenaufnahmen des Hauses mit seinen besonders schönen Ferienwohnungen im Auftrag von Helga und Horst Nonner.
Die Fotografien wurden verwendet für Werbung auf ihrer eignen Website und auf der renommierten Plattform Urlaubsarchitektur.org (Vermittlung und Kuratierung von architektonisch herausragenden Ferienhäusern, Gästehäusern und Hotels).
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video: weil eine Trommel geigt nicht
Video Dokumentation, DV 4:3, 70 Minuten, Innsbruck 2003
Auftraggeber: Verein Tafie, Tiroler Arbeitskreis für integrative Entwicklung.
„Weil eine Trommel geigt nicht“ ist ein integratives Projekt
von und mit Menschen mit mehr oder weniger Behinderungen.
Konzept lesezeichen zeichenlese
Konzept: sehen – fotografieren – interpretieren
Am Projekt „Lesezeichen Zeichenlese“ interessierten mich zunächst der ausgewählte Bildausschnitt des Motivs in seiner Umgebung als erster Schritt der „Bearbeitung“ sowie in einem zweiten Schritt die Kontextualisierung der fertigen Fotografie.
In der Zeit der analogen Fotografie vor 2000, galt das Bild noch als ziemlich authentischer Beweis der Realität – es dokumentierte glaubwürdig, wie ein Objekt oder eine Person im Moment des Auslösens aussah. Vor allem Pressefotos kam ein hoher dokumentarischer Stellenwert als Abbild der Realität zu. Manipulationen waren handwerklich schwierig und zeitaufwändig. KI erledigt das heutzutage mit einem Klick.
Obwohl jedem bewusst war und ist, dass ein Foto stets nur einen Bruchteil des sichtbaren Geschehens abbildet, konnte es in bestimmten Fällen sogar als Beweismittel vor Gericht dienen. Zeitungen und andere Medien verwenden nach wie vor Fotografien als Mittel, um ihre Interpretation eines Ereignisses zu festigen. Wir können nicht beurteilen, ob im Pressefoto das eigentlich Relevantere sich außerhalb des Ausschnitts befand, etwas Bestimmtes übersehen oder gar absichtlich weggelassen wurde.
Ich dachte: Wenn eine Fotografie doch noch immer recht glaubwürdig ein Stück Wirklichkeit festhält, spiegelt es vielleicht unsere Wahrnehmung im Alltag. Im ständigen Hin- und Hergleiten des Blicks, der verweilt und weiterzieht, vermittelt er uns eine gewisse wirkliche Gesamtheit. All jenes, das wir bewusst oder aus Unaufmerksamkeit übersehen, ist im Augenblick das Unbedeutendere. Sonst würden wir es ja beachten.
Wie Ausstechformen am Keksteig wandert der schweifende Blick über einen Gegenstand oder eine Situation und stanzt jene Teile heraus, die ansprechen – die passen. Im Kopf werden sie anschließend wie ein Puzzle zusammengesetzt – es entsteht eine Art innere Bildcollage. Ein eigenes Bild der Wirklichkeit, bruchstückhaft, lückenhaft, nie vollständig.
Als Fotografin lernte ich diese Verzerrung bewusst anzuwenden, um eine bestimmte Interpretation der Fotografie zu begünstigen:
Was rücke ich wie in den Fokus, welche Elemente spare ich aus? Was für Inhalte sollen im Bild enthalten sein, um den gewünschten Zweck der Auftraggeber*in zu erfüllen? Welche Art von Fotos kauft die Zeitung an? Warum lehne ich bestimmte Fotoaufträge ab.
Ich wollte die Lenkung der Interpretation über die Aufnahmeperspektive, dem Auswählen und Weglassen von Bildteilen mit diesem Projekt sichtbar machen. Das Pressefoto eines Ereignisses unterliegt demselben Prozess der Manipulation wie meine unverfänglichere Wahl Motive aus der Natur zu fotografieren.
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Methode
Ich definierte eine feste Regel: Jede Serie fotografiere ich aus rechtwinklig-frontaler Perspektive, mit konstantem Abstand zum Motiv und gleicher Brennweite. Der collageartige Charakter der Montage soll teilweise erkennbar sein, in der Annahme, dass die sichtbar fehlenden Elemente an Bedeutung verlieren, sobald die vorhandenen eine harmonische Einheit bilden.
Diesen fragmentierten Blick auf das Motiv in Form einer Fotomontage gab ich an Musikerinnen weiter, die daraus eine kurze Komposition entwickelten. Auch die Autorinnen erhielten dasselbe Bild, um einen Text zu gestalten.
Mich interessierte, inwieweit mein schweifender Blick das Motiv fotografisch authentisch wiedergibt oder verändert – besonders dann, wenn andere nur die von mir ausgewählten und montierten Bildausschnitte sehen. Was fällt den Musikerinnen und Schreibkünstlerinnen unabhängig voneinander dazu ein?
Inwieweit diese Blicke mit meinem Blick zusammenpassen, soll in einer Vernissage herausgefunden werden.
Sodann begann ich, meine „fragmentierte Wahrnehmung“ fotografisch festzuhalten: In der Natur suchte ich Motive, die mich ansprachen, hielt sie in kleinen Serien fest und kombinierte ausgewählte Bilder nach meinem Gutdünken. In der fertigen Montage verschwammen teilweise benachbarte Ränder der einzelnen Fotos und fügten sich stimmig als Einheit.
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Der Prozess der Verbindung
Blick – Wört – Klang
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Blick
Die fertige Montage ließ meist offen, von welcher Seite das Bild betrachtet werden sollte – wo oben oder unten ist und ob es von links nach gedreht werden soll.
Wort
Die Schriftstellerinnen Petra Maria Kraxner, Petra Nachbaur und Erika Wimmer erhielten zwölf Bild-Montagen, auf deren Grundlage sie unabhängig voneinander etwas schreiben sollten. Mit den Musikerinnen durfte ebenso kein Austausch stattfinden.
Vorgegeben war eine Textlänge zwischen 100 und 700 Zeichen. Die Schriftstellerinnen bestimmten, an welcher der vier Seitenränder des Bildes ihr Text platziert werden soll.
Auf diese Weise entstanden bis zu drei verschiedene „richtige“ Ansichten der Fotografie, je nachdem, welchen Text man lesen wollte.
Klang
Auch das Musik-Ensemble fem.art.core, Christine Abdel-Halim, Gabi Plattner, Tanja Schärmer und Ingrid Wild, waren eingeladen, sich die 12 Fotomontagen auf interpretative bzw. inspirative Weise anzueignen. Die einzige Vorgabe war die maximale Dauer ihrer Komposition von jeweils 180 Sekunden. Auch sie hatten keinen Kontakt zu den Schriftstellerinnen.
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Vernissage Performance
Die nicht unwahrscheinliche Aussicht das Projekt würde schrecklich scheitern, konnte mich nicht davon abhalten, die Performance ohne jede Probe stattfinden zu lassen – um die volle, ungebremste Lebendigkeit zu bewahren. Nur ein Soundcheck sollte technische Pannen verhindern.
Bei der Vernissage im Fotoforum West sahen und hörten alle Beteiligten zum ersten Mal die Arbeiten der anderen.
Ich erläuterte kurz meinen Plan wie ich mir die Zusammenführung ihrer Arbeiten vorgestellt hatte. Jede bekam ein Blatt, auf dem die Reihenfolge ihrer Musik- und Textbeiträge vermerkt war.
Die Bilder wurden per Beamer im Hintergrund der Musikgruppe und den drei Lesetischchen projiziert. Der fem.art.core spielte zu jedem Bild eine Komposition, dazu lasen die drei Autorinnen ihre Texte (die Texte von Petra Nachbaur las Irene Tischler).
Die beteiligten Künstlerinnen des Projekts waren Performerinnen und Publikum zugleich, weil zwischen den Schriftstellerinnen und den Musikerinnen während des Schaffens kein Dialog stattgefunden hatte.
Trotz der vollkommen eigenständigen Entstehung verschmolzen Texte, Klänge und Fotografien zu einer überraschend harmonischen und fesselnden Einheit, die erfreulicherweise das überfüllte Fotoforum West begeisterte.
Die Aufführung verlief ohne größere Pannen, kleinere Zwischenfälle sorgten für zusätzliche Unterhaltung
Es wäre schön gewesen, hätte das magere Projekt-Budget großformatige Bilder im Meterbereich für die Ausstellung bezahlen können. Die große Projektion brachte aber tröstlich die Bilder etwas besser zur Geltung als die eher mickrig wirkenden Ausstellungsbilder.
Show Fotobuch Seitenwind
Stadtbibliothek Innsbruck, September 2019
Hier blättern sie durch das Fotobuch mit originalem Design und Titel
2001 – 2016 Künstlerinnen
2011 – 2024 digitale Portraits
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Künstlerinnen
Private Personen
Familienportrait
Eine Familie wird an den Orten persönlicher Bedeutung porträtiert. Jeder Ort erzählt einen Teil ihrer Geschichte.
Margit Bürle –Stilberatung
2011 – 2019 Private Personen
du.phantombild
Ein Theaterstück von Christine Frei
2005 Innsbruck, Kulturverein COOP.FEM.ART, Buch: Christine Frei, Regie: Margit Drexel.
Solo-Schauspiel: Eleonore Bürcher,
Musik: Kurt Drexel und Andy Mathoy,
Bühnenbild: Hans Frei
Für diese Produktion fotografierte ich das Theaterensemble und gestaltete das Video für die Hintergrundprojektion als Teil des Bühnenbildes.
Theaterensemble
Innsbruck 2005, Ensemble des Kulturvereins COOP.FEM.ART für das Theaterstück du.phantom von Christine Frei.
Hintergrundprojektion
Innsbruck 2005, Videoframes der Hintergrundprojektion des Theaterstücks du.phantombild von Christine Frei.














































































