klangkraftwerk

„klang[kraft]werk“

ist eine im Auftrag des Kulturnetzes Tirol erarbeitete Soundinstallation von Siljarosa Schletterer und Marius Weber in der Turbinenhalle des pensionierten Wasserkraftwerkes in Mühlau, Innsbruck 2023.

Im Projekt klang(kraft)werk schwenken Texte von Siljarosa Schletterer  über die Turbinenhalle zur Soundinstallation von Musik von Marius Weber und ihren gesprochenen Texten.

Beeindruckt von dieser gelungenen Verbindung von Kunst, Technik und Natur fotografierte ich die „Lichtbilder“ während eines privaten Besuches mit meinem Handy.

Leonie Drechsel interviewt u.a. Silarosa Schletterer vor dem Kraftwerk für den Radiobeitrag. Bei Freirad nachhören.

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Theaterensemble des Kulturvereins COOP.FEM.ART
Ein Theaterstück von Christine Frei
Innsbruck 2005

Konzept und Herstellung der Video-Hintergrundprojektion für das Stück: Auftraggeberin: COOP.FEM.ART

Das Timing der Bilderwechsel des durchlaufenden Videos wurde in den Proben dem Spielrhythmus Eleonore Bürchers und den live spielenden Musikern angepasst.

Buch: Christine Frei. Schauspiel: Eleonora Bürcher. Regie: Margit Drexel. Musik: Kurt Drexl und Andy Mathoy, Innsbruck 2005

Kein Teppich für den Duce

Kunstdokumentation

November 2004, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck
Installation fotografiert im Auftrag der Künstlerinnen.
Malerei: Anna Maria Mackowitz und Gitti Schneider
Hörstück: Erika Wimmer

 

 

Text aus dem Hörstück von Erika Wimmer

“kein teppich für den duce_zeigt her eure füsse, zeigt her eure schuh”
Das Ausrollen des Teppichs für einen skrupellosen Machthaber ist ironische Geste und eine Aufforderung, die Geschichte zu begehen: spielerisch, der Wahrheit verpflichtet und erhellend. Geschichte ist nicht nur dort, weit zurück in der Vergangenheit oder bei den anderen, sie ereignet sich hier und jetzt.
Die Installation rollt dem „duce“ keinen roten Teppich aus. Vielmehr schafft sie einen Raum, in dem beobachtet, registriert, gehört wird. Wer ist der „duce“ und wie ist sein Schritt? Was ebnet ihm den Weg? Im Gewebe aus Stimmen, Meinungen und Haltungen, im Spiel mit Belanglosigkeit und Hintersinn verschwimmen die Grenzen zwischen Macht und Abhängigkeit…

er kommt nicht unvermittelt. er kündigt sich an. er ist schon da und nähert sich schleichend. im allgemeinen schweigen macht er sich platz. er weiß das achselzucken zu nutzen. während andere nur reden, handelt er. während andere streiten, schart er um sich. er spricht eine einfache sprache und hat schnelle lösungen in der tasche. er verkörpert das machbare und verleiht sicherheit. er gewinnt gut und regiert schlecht und wenn er nicht gestorben ist, so lebt er heute noch // er wird verschwiegen und zu einem mythos. dadurch erscheint er fremd. damit ist er fort und weg. dann hat es ihn nie gegeben. es hat ihn nie bei einem selbst gegeben. manche vergessen ihn und kennen sich nicht aus. man will sich nicht erinnern. man will nicht dabei gewesen sein. er ist das bedauerliche, das geschehen ist. er ist das letzte, was hätte geschehen dürfen. als ausgestoßener kommt er so sicher zurück wie das amen im gebet…

 

Fragmentarium ohne Fixstern

Fragmentarium ohne Fixstern

1997 Innsbruck, Autonomes Frauen-Lesben Zentrum
Lichtbild Installation


Thema: Sexualität und Identität

Ein Gemeinschaftsprojekt mit Angela Zwettler.

Angela Zwettler setzte sich mit dem Thema Sexualität und Identität durch eine skulpturale Figur und Bildkollagen auseinander, während ich mit verschiedenen Lichtbild-Projektionen von Frauen die Frage aufwarf, inwieweit Fotografien einen sichtbaren Hinweis auf die sexuelle Orientierung und Identität offenbaren können.

„Schlangenbiss im Fischmund“

Skulpturen aus Papiermaschee, Holz, Gips, Spachtelmasse, Band mit Andre Hellers Text: Misstraue der Idylle, sie ist ein Mörderstück – Schlägst du dich auf ihre Seite, schlägt sie dich zurück!

Identität und Sexualität: Personal Identity (Fragmentarium) ohne Fixstern


Elemente: Film und Fotografie auf Super 8, Video 8, S-VHS, Dias.
3 Projektoren: Dia, Super8, Beamer.
Plexiglas mit Diastreifen, Sofa, Bilderrahmen, Leinwand, Taschenlampe, Nylonfäden, Geräusche der Projektionsgeräte.

Beschreibung

Die Installation bespielte über etwa zehn Minuten hinweg verschiedene weiße Flächen: eine Wand, ein Sofa, einen beidseitig weißen Bilderrahmen, eine Leinwand sowie Zwettlers Figur und Bild/Textmaterial mit einem Dia- und Super-8-Projektor und einem Video-Beamer.

Die Lichtperformance begann damit, dass der an zwei zuvor eingedrehten Nylonfäden befestigter Bilderrahmen losgelassen wurde, ebenso die am langen Faden befestigte Taschenlampe. Daraufhin wurden die Projektoren aktiviert, mit den Fotografien und Filmen von 18 Frauen im Rhythmus der Betriebsgeräusche. Diese aufdringliche Geräuschkulisse erinnerte an industrielle Produktionmaschinen.

Während seiner Rotation verzerrte der Bilderrahmen die projizierten Bilder. Der Lichtkegel der Taschenlampe glitt pendelnd suchend durch den Raum, streifte die Plexiglasfläche mit den Indexstreifen der Frauenporträts, den rotierenden Bilderrahmen und die anderen Projektionsflächen. Er tastete auch die dunkleren Zonen mit Zwettlers Figur ab wie ein kreisender Scheinwerfer in der Nacht.

Durch die anfänglich starke Eigenbewegung des Bilderrahmens wechselte er mehrfach die Drehrichtung, bevor er allmählich langsamer wurde und nach rund zehn Minuten zum Stillstand kam – was zugleich das Ende der Performance markierte. Die Projektionen liefen zeitlich versetzt aus und lösten sich auf in Weiß und dem Gebläserauschen der Projektoren.
Die begehbare Installation war so angelegt, dass jeweils nur ein Teil der Projektionen sowie eine bestimmte Perspektive auf die Figur wahrgenommen werden konnte.

 

S-VHS Clip 3 Min. Ausschnitte der Lichtbildinstallation