Haus der Begegnung, 40-jähriges Bestehen
Diese Video-Dokumentation portraitiert das Haus der Begegnung und seinen Bildungsauftrag. Diözese Innsbruck, 2006
DVD 22 Minuten
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Diese Video-Dokumentation portraitiert das Haus der Begegnung und seinen Bildungsauftrag. Diözese Innsbruck, 2006
DVD 22 Minuten
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November 2004, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck
Installation fotografiert im Auftrag der Künstlerinnen.
Malerei: Anna Maria Mackowitz und Gitti Schneider
Hörstück: Erika Wimmer
“kein teppich für den duce_zeigt her eure füsse, zeigt her eure schuh”
Das Ausrollen des Teppichs für einen skrupellosen Machthaber ist ironische Geste und eine Aufforderung, die Geschichte zu begehen: spielerisch, der Wahrheit verpflichtet und erhellend. Geschichte ist nicht nur dort, weit zurück in der Vergangenheit oder bei den anderen, sie ereignet sich hier und jetzt.
Die Installation rollt dem „duce“ keinen roten Teppich aus. Vielmehr schafft sie einen Raum, in dem beobachtet, registriert, gehört wird. Wer ist der „duce“ und wie ist sein Schritt? Was ebnet ihm den Weg? Im Gewebe aus Stimmen, Meinungen und Haltungen, im Spiel mit Belanglosigkeit und Hintersinn verschwimmen die Grenzen zwischen Macht und Abhängigkeit…
er kommt nicht unvermittelt. er kündigt sich an. er ist schon da und nähert sich schleichend. im allgemeinen schweigen macht er sich platz. er weiß das achselzucken zu nutzen. während andere nur reden, handelt er. während andere streiten, schart er um sich. er spricht eine einfache sprache und hat schnelle lösungen in der tasche. er verkörpert das machbare und verleiht sicherheit. er gewinnt gut und regiert schlecht und wenn er nicht gestorben ist, so lebt er heute noch // er wird verschwiegen und zu einem mythos. dadurch erscheint er fremd. damit ist er fort und weg. dann hat es ihn nie gegeben. es hat ihn nie bei einem selbst gegeben. manche vergessen ihn und kennen sich nicht aus. man will sich nicht erinnern. man will nicht dabei gewesen sein. er ist das bedauerliche, das geschehen ist. er ist das letzte, was hätte geschehen dürfen. als ausgestoßener kommt er so sicher zurück wie das amen im gebet…
Video Dokumentation, DV 4:3 , 70 Minuten, Innsbruck 2003
Auftraggeber: Verein Tafie, Tiroler Arbeitskreis für integrative Entwicklung.
„Weil eine Trommel geigt nicht”, ist ein integratives Projekt
von und mit Menschen mit mehr oder weniger Behinderungen.
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Innsbruck, April 2003
Lyrik-Videoclip
Kurzfilm 5 Minuten, Mini DV Video 8, 4:3
Freie Arbeit: Konzept, Kamera, Schnitt, Ton, Grafik und Textmontage
Musik: „Terre Thaemlitz“
Lyrik „rolex“ von Barbara Hundegger
Der Lyrik-Videoclip „rolex“ war im Rahmen der Buchpräsentation und Lesung von Barbara Hundegger’s „desto leichter die mädchen und alles andre als das“ in der Wagner’schen Buchhandlung in Innsbruck zu sehen.
Das Video beginnt nach 5 Sekunden
„tick“. Socken. Fassaden. Gleise. „aufdirseinoder“. Bei „Literatur und Film“ denkst du an bewegtes Bild gewordene Romane – allein schon, weil Filme sich über eine gewisse Länge hin ziehen, ausdehnen. Und bei „Videoclip“ haben wir mehr oder weniger aufregend inszenierte Visuals zu Popsongs vor Augen. Eine ökonomische Strategie der Musikindustrie. Monika K. Zanolin, Fotografin, hat nun „rolex“, Gedicht, längstes Gedicht aus dem neuen Band von Barbara Hundegger, – verfilmt? Umgesetzt? Transformiert? Dynamisiert? „lyrik-videoclip“ heißt sie das.
Welche Textelemente sind ausgewählt, fragt sich Herausgeberin als erstes angesichts der vereinzelten Sprenkel, Einzelwörter oder zusammengeschweißter Sinneinheiten, die, rot oder türkis unterlegt wie mit Marker, auf der Leinwand auftauchen. Nicht allzu lang tauchen sie jeweils auf, nicht allzu lang ist die Frage der Bedeutung von Bedeutung. Bald fesseln die filmischen Mittel, die mit den semantischen Einheiten aus dem Text (und der Musik von Terre Thaemlitz) ein neues Ganzes bilden.
Zanolin wählt ein Utensil, das visuell wie auch metaphorisch mit Tanz und mit dem Inbegriff des Balanceakts verbunden ist. Aber sie sieht das Seil neu: -hüpfen, -springen ist eine traditionelle Mädchenbewegung, von daher passend zum Buchtitel. Zudem auch (Selbst)Disziplinierungstechnik, Training in Sachen Ausdauer. Etwas zwischen Spiel und Arbeit. Das bei Zanolin versonnene, unsportliche Springen am Seil hat viel von der Regelmäßigkeit, (Un)regelmäßigkeit, die im Gedicht benannt und betrieben (durch ein „oder“ nach dem andern) wird, vom unspektakulären Unterwegs, von der Bewegung, die fast, aber doch nicht „auf der Stelle“ Statt findet, im permanenten Wechsel zwischen Luft und Boden.
Das strukturell geradezu ideale Pendant zum Gedicht, das in sich zyklisch aufgebaut ist und sich Schritt für Schritt, Tick für Tick weiterschreibt, bis die Zeigerin eine ihrer ungezählten Runden beschrieben hat, findet sich im (ungeschauten) konstanten Kreisen des Seils als Voraussetzung für das Ticken von Sprung für Sprung.
Und: im Englischen heißt „to be at the end of one’s rope“: am Ende seiner/ihrer Kräfte, Nerven sein. Also nicht „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“, sondern Frauen, besser: Frausein am Ende des Seils. Und was ist am Ende des Seils? Fragen, die „eine der andern wir uns oder sich“ stellt/stellen. Die Seilsprünge heben die Zeilensprünge auf, und plötzlich passt es, dass bei Anfang und „am Ende ihres Clips“ der Text wie in Prosa da steht und da hüpft, blinkend, und der Bildschirm das Ende der Zeile macht.
Frieda Grafe hat darauf hingewiesen, dass Farbe im Film auch Teil des Kulturspektakels sein kann. „rolex“ geht ausgesprochen sparsam um mit Färbung, und auch das passt zum Text. Denn in Barbara Hundeggers Lyrik gibt es sehr wohl auch die flamboyante Ekstase: „rolex“ aber verdichtet das Ausdauertraining, das (an)dauernde Tauziehen mit sich selbst. Tauziehen zu Land, unter Tag und zu Luft. Das Bild des verlangsamt fliegenden Drachen, der bisweilen eher in Luft zu schwimmen scheint, ist ein zweites wesentliches optisches Element des Clips – und bringt als zweites physikalisches „Element“ jetzt ganz stark die Luft ins Spiel, die davor nur erhopst worden ist, die Luft, in der auch die Flugblätter von jeher ihren Rang einnahmen in Hundeggers Lyrik, „blattweise“ beispielsweise in jenem Gedicht, dem der Buchtitel entnommen ist.
Grafe zitiert in „Filmfarben“ einen Regisseur: „Frauen dagegen“ – das Ausgehen vom Anderen sei für ein Mal unbenommen – „Frauen dagegen sind wie vom Wind zusammengetragen. Sie bestehen aus und reagieren auf winzige Impulse, Modulationen, Farben, Töne.“ „Vom Wind zusammengetragen“ als Gegenteil von „vom Winde verweht“ – nicht „gone with the wind“, sondern „ come with the wind“ ist ein Bild aus Sprache, das wiederum zu Zanolins Text aus Bildern passt, der uns in seltsamer Schwebe zurücklässt und dennoch „von den Socken“ (die an den seilspringenden Füßen plötzlich fehlen) – mit dem Wind, also mit dem Flüchtigen, dem Luftigen, den Flugzetteln, dem Leichten, „mit der Zeit“, die die schwere Investition am Handgelenk nicht hält – „gekommen“.
(pen)
copyright Petra Nachbaur
1997 Innsbruck, Autonomes Frauen-Lesben Zentrum
S-VHS Ausschnitte, 3 Min. der 10 Minuten Lichtbildinstallation.
Ein Gemeinschaftsprojekt mit Angela Zwettler.
Angela Zwettler griff das Thema Sexualität und Identität über eine skulpturale Figur und Bildkollagen auf, während ich durch verschiedene Lichtbildprojektionen die Frage stellte, inwiefern Fotografien hetero- oder homosexueller Frauen einen sichtbaren Hinweis ihrer sexuellen Orientierung und Identität erkennen lässt.
Skulpturen aus Papiermaschee, Holz, Gips, Spachtelmasse, Band mit Andre Hellers Text: Misstraue der Idylle, sie ist ein Mörderstück – Schlägst du dich auf ihre Seite, schlägt sie dich zurück!
Lichtbild Installation (Fragmentarium ohne Fixstern)
Super 8, Video 8, S-VHS, Dias, Diaprojektor, Super8 Projektor, Beamer, Plexiglas mit Diastreifen, Sofa, Bilderrahmen, Leinwand, Taschenlampe, Nylonfäden, Geräusche der Projektionsgeräte.
Die Installation bespielte über einen Zeitraum von ungefähr zehn Minuten eine weiße Wand, ein weißes Sofa, einen Bilderrahmen mit weißen Flächen auf beiden Seiten, eine Leinwand sowie Zwettlers Figur und Bilder.
Serielle Fotografien von 18 Frauen und ein Film am Sofa wurden im Rhythmus der Betriebsgeräusche der Projektoren in unterschiedlich schneller Abfolge auf die Projektionsflächen geworfen.
Die laufenden Projektionsgeräte – Diaprojektor, Video-Beamer und Super-8-Projektor – erzeugten eine aufdringliche Geräuschkulisse, die an eine Produktionsmaschine in einer Fabrik erinnerte.
Die Performance der Lichtinstallation begann mit dem Loslassen des Bilderrahmens, der an zwei Nylonfäden hing, die zuvor von Hand eingedreht wurden. Anschließend wurde die Taschenlampe an ihrem langen Faden hochgehalten und damit in eine pendelnde, regelmäßige Bewegung gebracht. Ihr Lichtstrahl beleuchtete kurz die Plexiglastafel mit allen Fotografien der Frauen und die dunkleren Bereiche der Installation wie ein schwenkender Überwachungsscheinwerfer.
Dann wurden die Projektoren eingeschaltet und alle weißen Flächen bespielt; das Sofa, die Leinwand und den Bilderrahmen. Der Bilderrahmen verzerrte beim Drehen die Lichtbilder. Vom eigenen Schwung seiner anfangs schnellen Kreisbewegung wechselte er mehrmals in die Gegenrichtung, bis er allmählich verlangsamte und nach ungefähr 10 Minuten stillstand – zugleich das Ende der Performance. Das Bildmaterial der Projektoren lief zeitversetzt aus und endete jeweils leise geworden als weiße Lichtfläche.
Die begehbare Installation war so angelegt, dass jeweils nur ein Teil der Projektionen sowie eine bestimmte Perspektive auf die Figur wahrgenommen werden konnte.

1989, Athen, Video-Dokumentation
Video 8, VHS 4:3, 18 Min, Griechisch, Englisch.
„NIKI“ Besuch bei der Lyrikerin Niki Rebecca Papageorgiou.
quick links
Bemerkung zum Video
Gedichte
mail von Publisher Stavros Petsopoulos 2017
Niki-Rebecca Papageorgiou 1948-2000, Poetess
Niki studied at the History-Archaeology department of the University of Athens, graduating in 1970.
Having applied to be appointed as a state school teacher in Secondary Education, she, in the meantime, opened an antique shop in Athens, trading small objects.
Between 1972-1986 she wrote the poems of her first collection “Little Proses”, and, after that time she wrote the poems “The Great Anteater”, both published in 1993 by the reputable publishing house Agra Publications.
In 1980, she was diagnosed with bipolar disorder. She continued living withdrawn in her house until 1991 when she moved to her mother’s, maintaining very few contacts, and, most probably, not writing any longer.
On 1st of May 2000 Niki’s so far third attempt of suicide led to her death.
Dreißig Jahre nach meinem Besuch bei Niki und neunzehn Jahre nach Nikis Tod entschloß ich mich, dieses uralte Video zu veröffentlichen. 1989 wollte die Familie aus begreiflichen Gründen keiner Art von Veröffentlichung des Videos zustimmen. Die heftigen medikamentösen Therapien der damaligen Zeit konnten ihre bipolare Störung nicht verbessern, manche behaupteten, sie hätten sie Abseits der Schübe erst recht krank gemacht.
Zum Anlass der Neuauflage ihrer Gedichte durch Agra Publications 2017 digitalisierte ich das geschnittene .avi Master-Band und ergänzte es mit einem Text. Zwar reicht die Bildqualität bei weitem nicht an heutige Standards heran, aber dieser leicht verschwommene Einblick in Nikis Leben erscheint mir durchaus stimmig
Als ich 1989 in Athen lebte, traf ich Niki häufig in Begleitung ihrer Mutter Thémis und ihrer Schwestern Nana und Mania in einer Taverne in Nea Smirni. Auch wenn ich damals fast kein Griechisch beherrschte, fühlte ich mich durch eine Art metaphysisches Verstehen mit ihr verbunden. Zu jener Zeit hatte ihre psychische Krankheit noch nicht den Punkt erreicht, an dem die schwere Depression sie verstummen ließ und sie in die Dunkelheit ihrer Wohnung trieb.
Ich war sehr erfreut, als Niki mir nach langem Zögern überraschend doch gestattete, sie mit der Videokamera in ihrer legendären Wohnung aufzusuchen.
Mit einem einfachen Halogenstrahler, einem Stativ und der inzwischen uralten Sony Video8-Kamera – ein großzügiges und damals hochmodernes Geschenk meiner Freundin und Studienkollegin von der London Film School, Fiona Cunningham Reid – tauchte ich in Nikis traumhafte Bunkerwelt-Wohnung ein. Sie war bis zur Decke angefüllt mit Kostbarkeiten aus ihrem ehemaligen Antiquitätengeschäft, die sie im Vorbeigehen immer wieder zärtlich berührte und liebevoll neu arrangierte. Ganz so wie die Worte und Wortbilder in ihrer Dichtung, dachte ich still.
Mein Drehkonzept beschränkte sich darauf, situativ einzufangen, was sie bereit war von sich preiszugeben – sei es über ihr Schreiben, ihre Kunst oder ihr Denken.
Niki schenkte mir viel und ließ mich an vielem teilhaben. Sie zeigte mir die Kostbarkeiten ihrer Wohnung, sang griechische Lieder, trug ihre Gedichte vor und setzte sich sogar ans Klavier. Sie kochte mir einen köstlichen griechischen Kaffee, und gemeinsam lachten wir oft, auch über die Herausforderung, im grellen Licht ad hoc zu performen.“
Ich danke ihr.
„Ihre Gedichte wurden 2017 wieder ins Licht gerückt und von Agra Publications in neuer Auflage herausgebracht.
Dagmar Gmachl übernahm freundlicherweise die Übersetzung der Gedichte, die Niki Rebecca Papageorgiou im Video vorlas.
Es gibt dunkle Menschen, die deinen Namen für immer
von deinem Türschild verschwinden lassen können,
sodaß deine Freunde kommen und nicht wissen, wie du zu finden bist.
Es gibt dunkle Menschen, die am Ende nicht nur deinen Namen,
sondern auch dich selbst verschwinden lassen können.
Sie können dich nach Tibet schicken,
dort wo der Mensch seit jeher schon Nomade ist,
oder ins tiefste Afrika,
zu den unbekannten Insekten und fleischfressenden Blumen.
Deshalb sage ich: Komm in mein Haus,
wo schon seit meiner Kindheit endlose Listen falscher Namen
an der Tür stehn
und wo ich so lange im Schatten gelebt habe,
daß mir keine Zauberei mehr etwas anhaben kann.
Lass uns exotische Lampen anzünden,
hinter bunten Glasperlenfäden in ihrem Schein uns verlieren,
auf daß uns niemals jemand finde.
In diesem Licht, in dem nur dir allein
ich jemals meinen Namen nannte.
Für dich hab‘ ich den Laden,
meine Liebe, aufgemacht,
in diese Gegend, wo du lebst,
die schönste Ware hingebracht:
Die Muskatnüsse singen,
der Pfeffer weint, der Zucker lacht,
Zimt und Nelken bringen
dir ihre Ständchen in der Nacht.
Doch du verschmähst den Zucker,
den Pfeffer lässt du stehn,
kaufst ein in andren Läden,
die Lieder lässt du gehn.
Muskatnüsse, Zimt und Nelken
sind dir ganz einerlei,
verbrauchst sie ohne nachzudenken
für deine Bäckerei.
Und mir hat – bittersüß – ein Pfeil
für immer durch das Herz gestochen.
Kein Zauber, der die Wunde heilt,
der Traum, der ist zerbrochen.
Ich wohne in deiner Nähe und bin Tänzerin –
ernähre mich von Beeren, um schlank zu bleiben.
Sicher wirst du ihn gesehen haben, meinen Maulbeerbaum,
der so hoch ist
und auf den ich nachts klettre, um die Sterne zu betrachten.
Denn ich nähre eine kindliche Leidenschaft für die Sternenkunde;
Ich weiß so viel darüber, dass es den Astronomen die Sprache verschlägt,
wenn sie mich über Lichtjahre sprechen hören, …
nach der Vorstellung, sobald die Lichter ausgehn im Theater.
Die Sterne jedoch, die vom Himmel verschwunden sind,
die hab‘ ich gesammelt, in einem Zauberkästchen,
das ich den Astronomen vorenthalte,
das ich für dich bewahre,
weil du Tänzerin bist, wie ich.
Du wirst in mein Haus kommen und wir werden Beeren essen,
und zarte Hände werden für immer sich im Tüll verweben.
Du wirst kommen, um mir deinen dunklen Tanz zu tanzen,
und die Sterne im offenen Kästchen werden für dich leben.
Und ich dachte, wir könnten uns im Sturm verlieren,
ich träumte von Flüssen und Wäldern … mit dir.
Aber du hast ja noch nicht einmal reden gelernt.
Du weißt nicht, was „niemals für immer“ heißt,
und sicher hat es nicht sein sollen,
dass du von mir das lernst;
Irgendwo, irgendwann, wird es irgendjemand anderen geben.
Eines Tages wirst du mich suchen und nicht finden –
ich werde in einen tiefen artesischen Brunnen gefallen sein,
in den ich natürlich auch ohne dich gefallen wäre,
aber du wirst – und weißt es –
der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte.
Ein zarter, klarer, blauer Tropfen
von jenem sanften Regen, der niemals fallen wollte,
und den zu spüren, und sei es nur für einen Augenblick,
ich so sehr hoffte ..
Wo ich doch weiß von all dem unendlichen Regen,
der für immer im Himmel zurückgehalten wird.
Du wirst natürlich sagen, dass ich dich erpresse,
doch – keine Angst! – ich kehre in mich selbst zurück.
Du kannst mich dann betrachten wie ein Stück Natur
und weiter sorglos umgehen wie all die andern.
Denn, was Freunde betrifft, mein Lieber, kann ein Lied ich dir
Die reinsten Engel waren sie alle!
01.12.2017, 15:54
Dear Monika Zanolin,
We want to thank you for your wonderful (and almost dramatically unbearable in some parts) film-portrait of Niki in her house with all of her belongings. Nana informed me about all the hard work you did the last days, in order to prepare it on time for the homage to Niki.
During the last years, a new generation of young poets have passionately discovered her poems and this led to the organization of this evening at a wonderful bookshop below the Acropolis called “Little Tree”.
There were talks by Nana, by Niki’s friend Peggy Stergiou, by her translator in French who flew to Athens from Paris just for the occasion, and by me, as her publisher. Then, five poets talked about Niki and did wonderful readings, each one using a very personal approach to the poems.
We left your film for the end of the evening. We had not announced it until that moment. It was a great gift for everyone in the audience – a very touching and emotionally disturbing gift, but a gift nonetheless. Thank you, on behalf of all of us who took part in the event, for this.
Please inform us if you intend to organize other screenings of the film. Many people were asking if it will be made available online. From our part, we keep it strictly in our files, until we receive your instructions. If we organize another event for Niki in Thessaloniki, we will then ask you for a new permission for the screening.
Thank you once again for this. We are grateful to you.
With best wishes,
Stavros Petsopoulos